Michael Puntigam  - Gesundheit nach der Traditionellen Chinesischen Medizin
 
         

Methoden Was Sie von Ihrem TCM-Praktiker erwarten können, ist zunächst eine umfassende Anamnese Ihrer Symptome und Krankheitsmuster, sowie eine grundsätzliche Aufklärung über das Wesen von Getränken und Nahrungsmitteln und deren Zubereitung und Wirkung auf Ihre persönliche körperliche Verfassung. Möglicherweise erhalten Sie eine Empfehlung für chinesische oder westliche Kräuter, mit denen Sie einen Tee (Dekokt) zubereiten können. Eventuell wird Ihnen eine Behandlung mit Moxa-Zigarren, Schröpfgläsern oder Akupressur angeboten. Selbstverständlich erhalten Sie auch Informationen über sinnvolle weiterführende Therapien im Rahmen der Naturmedizin (Akupunktur, Tuina, Qigong, Shiatsu, Meditationstechniken...).

Die Therapie mit Kräutern (und Substanzen) ist neben der Ernährung, die wichtigste Therapieart in der TCM. Ein guter TCM-Therapeut besitzt ein detailiertes Wissen über mind. 250 Substanzen. In der TCM sind ca. 2000 Substanzen (Mineralien, Tierprodukte, Kräuter...) klassifziert. Sämtliche Kräuter werden nach Geschmack, thermischer Eigenschaft, Meridian/ Organbezug, spezieller Wirkung und Indikation unterschieden und bei der Zusammenstellung einer Rezeptur entsprechend als Kaiser-, Minister-, Assistenten- und Boten/Botschaftskräuter eingesetzt. Ein Liste mit 278 Substanzen können Sie hier downloaden.

Gibt es spezielle Gewichtsreduktionsverfahren innerhalb der TCM?
Die TCM empfiehlt die Einnahme der Mahlzeiten zu speziellen Organzeiten, in denen Sie Nahrung besser verwerten können. Zusätzlich wird oft Trennkost (Trennen von Kohlehydraten und Eiweiß) empfohlen und der Verzicht auf zuviel Süß ist (leider) notwendig. Ihr TCM-Berater weiß auch über Nahrungsmittel und Kräutertees Bescheid, mit denen Sie ohne zu Hungern langsam Gewicht verlieren können.

Wie kann der Ernährungsberater überhaupt feststellen was für mich das Richtige ist?
PulsmessungDer Ernährungsempfehlung geht eine ausführliche Anamnese voraus, in der nach traditioneller TCM-Praxis Ihre Symptome und Muster, Ihre Krankheiten, Ihre Haltung, Ihre Gesicht, Ihr Puls, Ihre Zunge und Ihre Aussprache beurteilt werden.

Muss ich zuerst zum Arzt und mir entsprechende Befunde holen, um einen TCM-Berater aufsuchen zu können?
Die Traditionelle Chinesische Medizin stützt sich nicht notwendigerweise auf Befunde von westlichen Krankheiten, sondern hat ihre eigenen Mittel um Zeichen, Muster und Symptome zu finden. Sie sollten jedoch Ihre westlichen Diagnosen kennen und diese Ihrem TCM-Therapeuten mitteilen.

Wie funktioniert Schröpfen?
Die Schröpfgläser werden innen erwärmt und dann auf die entsprechenden Punkte (am Rücken) aufgesetzt. Durch die Wärme entsteht ein Unterdruck, der die Haut ansaugt. In der Folge kommt es zu einer Rötung, beziehungsweise zu einer Mikroblutung, welche den Schmerz und die Blutstase auflöst. Schröpfverfahren werden oft in der Traumatologie, bei Rheuma, Knochenbrüchen, Prellungen, Verstauchungen, Erkältungskrankheiten, steifem Hals, bei Bluthitzekrankheiten, etc. eingesetzt.

Wie funktioniert die Moxa-Therapie?
Bei der Moxibustion werden Akupunktur-Punkte durch brennendes Beifußkraut (Moxa-Kegeln, Moxa-Zigarren, Moxa-Kasten ...) erwärmt. Damit wird Energie aus/in den Meridianen und Akupunkturpunkten geleitet.

Wann wird die Moxa-Therapie angewendet ?
Grundsätzlich bei Kälte-Krankeiten oder Ansammlungen von Feuchtigkeit aufgrund fehlender Wärme-Zirkulation. Beliebte Anwendungsgebiete sind auch: Krebs, Korrektur der Steißlage von Babys (Erfolgsrate über 90% in China) , Durchblutungsstörungen, Asthma, Lähmungen, Wasseransammlungen, Senkungen, Blutungen, Regelstörungen, Durchfälle, Immunschwäche, Rheuma, degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden etc.

Wie werden Sportverletzungen (Zerrungen, Verstauchungen, Prellungen etc.) mit TCM behandelt?
Schäden des Bewegungsapparates werden in der Regel neben einer begleitenden Kräuter- oder Akupunkturtherapie mit Moxa- oder vielfach mit Einreibungen aus speziellen Ölen und Tinkturen (Tieh Ta Yao Jiu oder Die Da Yao Jing) durchgeführt. Die jahrtausend alte Erfahrung mit Kampfkünsten hat China zu Experten in diesem Bereich gemacht. Die betroffenen Stellen werden mehrmals täglich 20-40 Minuten lang massiert um Energie zu mobilisieren. Die Öle und Tinkturen bewegen das Blut und Qi, lösen Schwellungen und Verhärtungen auf, wirken schmerzlindernd und fördern und verkürzen den Heilungsprozess signifikant. In China werden sogar Knochenbrüche (Kompressenauflage) damit behandelt. Weitere Indikationen sind: Sehnen-, Bänder-, Muskelverletzungen, Sehnenscheidenentzündungen, Schleimbeutelentzündungen, Meniskus Beschwerden, Durchblutungsstörungen, Narben-Entstörungen, Schwellungen, Knoten usw.

     

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